27. Juli 1941

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Sonn­tag, den 27. Juli 1941

Mein Her­zens­schatz! Ge­lieb­te, Herz­lieb mein, Du!!!

Nun ist die Stun­de da, auf die ich mich ge­freut habe: Mit Dir sein, ganz al­lein! Eine grö­ße­re Freu­de in die­ser Welt? Die gibt es nun nicht mehr für mich! So ist die Lie­be: es tritt ein Men­schen­kind in un­ser Le­ben – es er­gänzt un­ser We­sen – schließt es auf – er­füllt es – er­löst es – so selt­sam und wun­der­sam und glück­voll, daß der, dem die­ses Glück wie­der­fuhr [sic], nun gar nicht mehr le­ben kann und möch­te ohne die­ses Glück. Ein Men­schen­paar – das sind eben nicht nur zwei Men­schen, son­dern wie Schu­he und Strümp­fe, zwei, die zu­sam­men­ge­hö­ren, zwei, die nur zu­sam­men et­was be­deu­ten – ein lin­ker und ein rech­ter – ein Men­schen­paar, daß ist ein neu­es Gan­ze [sic]. Wei­ter­le­sen!

27. Juli 1941

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Sonn­abend, den 26. Juli 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Ge­lieb­te mein!

Aus ei­nem ge­wis­sen Grun­de ha­pert es mit der Post wie­der ein­mal, bis Mon­tag vor­aus­sicht­lich. Na, das ist zu er­tra­gen. Und viel­leicht kommt Dein lie­ber Bote mor­gen schon. Du! Nun, mit der Aus­sicht auf den Ur­laub, ist das al­les leicht zu tra­gen, ja? Du!!! Du!!!!! Was an mei­nem Haupt­feld­we­bel liegt, so kann ich am 15. oder 16. Au­gust fah­ren, Du! mein Her­zelein! mein lie­bes, liebs­tes Schät­ze­lein!!! Ist das nicht fein? Du!!!!! Du!!!!!!!!!!!!! Wei­ter­le­sen!