5. Juli 1941

T&Savatar Sonn­abend, den 05. Juli 1941.

Herz­lieb! Mein lie­be, liebs­te [Hil­de]! Du!!

Eben ist der Frei­tags­bo­te hin­aus. Die Luft ist rein. Ein paar vor­dring­li­che Ar­bei­ten schon er­le­digt. Und da möch­te[’] ich doch schon wie­der ein bis­sel mit Dir plau­dern, dich ein bis­sel ne­cken – Du!! Ach, ich hät­te so man­cher­lei an­de­ren zu schrei­ben – ich mag nicht, ich hab’ gar kei­ne An­dacht dazu. [Ich] Möcht[‘] doch im­mer nur bei Dir sein! [Ich] Weiß Dir auch jetzt gar nichts wei­ter Ver­nünf­ti­ges zu er­zäh­len – und daß ich Dich so lieb habe, hat doch mit der Ver­nunft gar nicht viel zu tun! Ach, al­les, was hier um uns ist, was ich hier trei­ben muss, liegt ja ganz am Ran­de mei­nes Be­wußt­seins und Le­bens, ist so un­be­deu­tend und ne­ben­säch­lich ne­ben dem Gro­ßen, strah­len­den Glück uns[e]rer Lie­be! Wei­ter­le­sen!