25. Juni 1941*

[410625-​2-​1* Feld­post­sper­re, die zu Ver­zö­ge­run­gen viel­leicht führ­te]

S. – Mitt­woch, am 25. Juni 41.

Mein Herz­lieb! Du mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]! Du!! Du!!!

Das war ges­tern ein be­weg­ter Tag, so­daß ich gar­nicht dazu kam Dir zu schrei­ben. Aber Dein ge­dacht habe ich umso mehr, Herz­lieb!! Früh­mor­gens ½ 8 bin ich raus aus den Fe­dern, das heu­len der Dampf­schiffsi­re­nen hat­te ich mun­ter ge­macht. Schnell mach­te ich mich fer­tig zum Aus­ge­hen, ich woll­te Bröt­chen ho­len und Brot bei P.s vorn. Und Frau S. drück­te mir den Milch­krug in die Hand. Na schön. So bin ich los, Dei­nen Weg, Herz­lieb an der Elbe lang. Wei­ter­le­sen!

25. Juni 1941*

[410625-​1-​1* Feld­post­sper­re, die zu Ver­zö­ge­run­gen viel­leicht führ­te]

Mitt­woch, den 25. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Ge­lieb­te, Hol­de mein!

Nun bin ich auf den nächs­ten Bo­ten doch wirk­lich ge­spannt. Du, Post­sper­re ist für Dich! Du!! Herz­lieb! Hof­fent­lich nicht zu lan­ge! – wer nun in der Som­mer­fri­sche wirk­lich ge­lan­det ist! [Du] Schreibst mir heu­te, wie­viel Not Du nun hast mit Pappsch und Mutsch. Ein we­nig kenn[‘] auch ich den Schmerz. Froh ent­schlos­sen und be­geis­tert sind wir Jun­gen – un­schlüs­sig und zö­gernd die Al­ten. Wei­ter­le­sen!