19. Juni 1941

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Don­ners­tag, am 19. Juni 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Die mei­ne Herz­lieb!! Mein [Ro­land]!

Heu­te ist Dein lie­ber Bote zu mir ge­kom­men! Du!! Es dünk­ten mich ja die bei­den Tage, die er aus­blieb, eine Ewig­keit lang! Du!! Mein Lieb! Aber heu­te nun bin ich vom War­ten er­löst, Ge­lieb­ter! Dein Sonn­tags­brief ist es, der mich heu­te er­reich­te. Die Brie­fe vom Don­ners­tag an bis Sonn­abend feh­len noch, si­cher­lich sind sie ir­gend­wo ste­cken­ge­blie­ben. Wei­ter­le­sen!

19. Juni 1941

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Don­ners­tag, den 19. Juni 1941.

Herz­lieb, Du!!! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!!

Drei lie­be Bo­ten sind zu mir ge­kom­men heu­te, die vom 10. 11. und 12. Juli [wohl: Juni]. Fein pünkt­lich geht die Post jetzt – ach, wie gut ist das – und Du be­kommst sie ja ganz schnell manch­mal – siehst, so stür­misch ist das Man­ner­li! Na, ich will vor­sich­tig sein – mein lie­ber Bub zu Hau­se kann es nicht we­ni­ger sein! Du!! Fein, wenn sie sich nun wie­der der Rei­he nach vor­stel­len. Am [Bes]ten, es kommt je­den Tag ei­ner. Zu viel des Glücks bei­na­he, wenn sie gleich zu Dritt sich vor­stel­len – ach, und manch­mal doch auch tröst­lich. Wei­ter­le­sen!