31. Mai 1941

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Pfingst­sonn­abend, am 31. Mai 1941.

Mein ge­lieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]!

Glo­cken­klang dringt von drau­ßen her­ein in’s Zim­mer, es ist gleich 7 Uhr abends. Sie läu­ten das Pfingst­fest ein! So schön ist das im­mer und so sin­nig – ach Herz­lieb! Könn­test Du nun heu­te, wie es frü­her war, an mei­ner Sei­te sein, Dich mit mir freu­en am Fei­er­abend, freu­en auf das Fest und den Kirch­gang. Das ist al­les so schön, lieb, so selbst­ver­ständ­li­ch, dies[es] Pro­gramm, wie wir es Jahr für Jahr hal­ten. Und es ist so recht ein Au[s]druck hei­mat­li­chen Brauch­tums und hei­mat­li­cher Sit­te. Herz­lieb! Mein Herz­lieb! Du wirst an all das den­ken, heu­te – mor­gen. Ach, ich weiß es doch, Liebst­er!! Du!! [Du] Soll­st nicht trau­rig sein bei Dei­nem Heim­ge­den­ken, Ge­lieb­ter!! Du bist ja sooo fest und sooo lieb in mein Herz ein­ge­schlos­sen, Du nimmst an al­lem mit teil!! Du gehst mit mir, wo­hin ich mei­ne Schrit­te auch len­ken mag!! Ge­lieb­ter!!! Du bist mir im­mer ge­gen­wär­tig!! Wei­ter­le­sen!