29. Mai 1941

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Don­ners­tag, am 29. Mai 1941.

Mein ge­lieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]!

Es ist schon nach 4 Uhr, da ich Dir schrei­be. Ich habe eben mei­ne Por­ti­on Ar­beit, die ich mir für heu­te vor­ge­nom­men hat­te, be­en­det. Uns[e]re bei­den Kü­chen habe ich gründ­li­ch ge­säu­bert – für die Fei­er­ta­ge. Fens­ter­wä­sche fri­sch auf­ge­steckt. Nun ist al­les blitz­blank, kann der lie­be Hubo kom­men!!!!! Und mir ge­fällt es nun erst wie­der mal rich­tig bei uns. Ich hab’s [z]u ger­ne, wenn um mich her pein­li­che Sau­ber­keit herrscht, dann erst füh­le ich mich zu­haus. Wei­ter­le­sen!