19. Mai 1941

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Mon­tag, am 19. Mai 1941.

Mein Herz­lieb!

Da hat­te ich mir nun für heu­te ein Pro­gramm auf­ge­stellt und als ich [um] ½ 8 Uhr er­wa­che, her­aus­sprin­ge aus dem Bett, um schnell nach Mutsch zu seh[e]n, da war der Vo­gel schon aus­ge­flo­gen und das Nest leer! Ich wuß­te nicht, was ich den­ken soll­te. Va­ter kam aus dem Kel­ler – der hat die­se Wo­che Nacht­dienst und ist dar­um heu­te zu Haus – ich fra­ge ihn nach Mutsch. Ach, die ist schon in’s Ge­schäft! Es war ihr wie­der wohl!“ [Du] Kannst Dir wohl den­ken, wie froh [ich] da war! Herz­lieb! Mir gefällt’s näm­lich nicht, wenn die Mutsch krank ist. Da füh­le ich mich so be­drückt! Ich hab[‘] sie ger­ne mal da­heim, aber nur nicht krank! Wei­ter­le­sen!