26. April 1941

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Sonn­abend, den 26. April 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Die letz­te hal­be Stun­de Hel­lig­keit nüt­ze ich, um mei­nen Gruß an Dich we­nigs­tens zu be­gin­nen. Es ist wie­der ein herr­li­cher, war­mer Abend, ganz blank ist der Him­mel, recht Sonn­abend­stim­mung, fei­er­täg­lich und fried­lich, fehlt nur ein schö­nes Glo­cken­ge­läut. Ge­lieb­te!! Wie freue ich mich dar­auf, mit Dir sol­chen Abend zu ver­le­ben, mit Dir die vie­len, vie­len Wo­chen­krei­se und den Jah­res­kreis – ei­nen Tag um den an­dern, ohne Un­ge­duld, ohne Tren­nung, ohne Ab­schied, im­mer bei Dir – Herz­lieb, Du!! Möch­te die­se schö­ne, lie­be, trau­te Zeit recht bald an­bre­chen!!! Du! Du!! Sie wird sich einst er­fül­len, so wie die vie­len gro­ßen Wün­sche uns er­füllt wur­den, der größ­te, daß wir uns fan­den und lie­ben lern­ten, oh so tief und heiß!!!!! Wei­ter­le­sen!