25. April 1941

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Freitag, am 25. April 1941.

Mein geliebtes, teures Herz! Du mein geliebter [Roland]! Herzlieb Du!!

Badetag ist heute! 3 Weiberl wollen baden! Und kein Bademeister ist zur Stelle! So eine Not!! Der beste von allen ist eingezogen! Und der andere hat Nachtdienst – ach, wenn doch erst Frieden wäre. Ja, mein Herzlieb! ¾ 9 Uhr am Abend ist es, da ich Dein denke. Den ganzen Tag über habe ich viel Arbeit gehabt mit der Säuberung uns[e]rer Wohnung, alle Zimmer hintereinander habe ich durchgenommen und zuletzt noch die Hausordnung. Da war ich am [E]nde ganz schön müde, aber das war nicht nur vom Schrubben – die Zeit ist bald herum, da ich mir Ruhe gönnen muß! Weiterlesen!

25. April 1941

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Freitag, den 25. April 1941

Mein liebes, teures Herz! Geliebte!! Meine [Hilde]!!!

Es dünkt mir noch kaum einen Tag, daß ich eben hier auf der Bank saß und mit Dir plauderte. Sie enteilen unversehens und reihen sich zu Wochen. Was treibst Du wohl eben? Soviel ich weiß, ist Mutter noch da zu Besuch. Wenn es bei Euch so schön ist wie hier, dann könntet Ihr jeden Tag einen feinen Bummel machen. Richtig heiß hat die Sonne heute wieder geschienen und beim Sport sind Arme und Rücken verbrannt. 56 Mann sind wir noch hier. Man weiß nichts Rechtes mit uns anzufangen. Der Leutnant spielt gern Fußball, und so geht es dann täglich 2 Stunden hinaus auf den Sportplatz, ein prächtiger Rasen. Ich spiele höchstes einen Tag um den anderen mit, sonst wird es mir zu viel. So waren wir heute eine kleine Gruppe, die einen ganz gemütlichen Faustball gespielt hat. Ach weißt [Du], es könnte jetzt anfangen, uns zu gefallen – aber daß die Post nun anders läuft, ist doch bös. Es heißt heute, daß wir Mitte nächster Woche abrücken werden. Warten wir ab. Weiterlesen!