17. April 1941

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Don­ners­tag, am 17. April 1941.

Mein ge­lieb­tes, gu­tes Man­ner­li! Herz­lieb! Du mein lie­ber, lie­ber [Ro­land]!

Es ist gleich ½ 4 Uhr am Nach­mit­tag. Die lie­be Son­ne scheint, seit heu­te früh schon. Und das ist Wet­ter für die Wasch­frau! So bin ich heu­te aufs´[sic] Neue los­ge­zo­gen mit mei­nem Hu­cke­pack nas­ser Wä­sche. Das Glück war mir hold! Es ist fast al­les schon tro­cken. Du kann­st Dir wohl den­ken, wie froh ich nun bin. Mei­ne Hän­de hab[´] ich mir so er­fro­ren, daß ich kaum noch Ge­fühl drin habe. Im­mer in dem eis­kal­ten Was­ser her­um­ge­planscht beim Spü­len. Ich hat­te ja kein war­mes mehr, weil ich den Kes­sel nicht mehr feu­er­te. Und beim Auf­hän­gen heu­te früh biß mir die Käl­te nur so un­ter die Fin­ger­nä­gel – es hat­te näm­li­ch ge­reift und war kalt! Ja Herz­lieb! So sieht bei uns der Früh­ling aus. Wei­ter­le­sen!

17. April 1941

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Don­ners­tag, den 17. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebste [Hil­de] Du!!

Ei­nen so lie­ben Bo­ten konn­te ich heu­te emp­fan­gen, den vom Diens­tag, den 8.4. Herz­lieb!! Nimm ei­nen ganz lan­gen, lie­ben Kuß da­für! Du!!!!! Mein Weib, mein lie­bes, mein teu­res!!!!! Wei­ter­le­sen!