12. April 1941

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Sonnabend, den 12. April 1941,

Ostersonnabend.

Mein liebes, teures Herz! Herzallerliebste mein! Du!!

Mein Herzlieb ruht jetzt in weißen Kissen. Draußen regnet es, regnet. Unser Schulplatz ist ein See. Ich hätte nicht geglaubt, daß es hier so regnen könnte. Und der Hubo? Hat keine Wache – aber etwas Ähnliches: „Läufer“. Dieselbe Dienstzeit wie die Wachen, aber nur mit umgeschnalltem Seitengewehr dem Unteroffizier zur Hand sein, tags – und nachts die nächsten Posten wecken und Obacht geben, daß man selber nicht schläft. Na, ich bin jetzt munter – und damit die Zeit verrinnt bis um 6 Uhr, weiß ich nichts Besseres als mit meinem Herzlieb zu plaudern. Weiterlesen!