10. April 1941

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Don­ners­tag, am 10. April 1941.

Mein ge­lieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebst­er [Ro­land]! Herz­lieb!!

Du!! Eben bin ich aus der Kir­che heim­ge­kom­men, es ist gleich 9 Uhr abends. Es wa­ren vie­le Leu­te zum Abend­mahl. Schön war es. Aber für uns Sän­ger doch dann lang­wei­lig – im­mer wie­der von vor­ne an­fan­gen und es wird nicht alle.

Ein ar­beits­rei­cher Tag ist zu Ende ge­gan­gen – wir kom­men nun bald, bald zu Ende mit uns[e]rer Fest­tags­ar­beit. Heu­te nach­mit­tag habe ich auch noch für Mut­sch den Ge­burts­tags­ku­chen ge­ba­cken, und er ist mir gut ge­ra­ten. Heu­te abend noch de­cke ich den Ge­burts­tags­ti­sch: die schö­ne Ta­sche, 2 Putz­bürs­ten, 1 But­ter­glo­cke, ein Blu­men­strauß – lau­ter schö­ne Din­ge, sie wird sich ja freu­en! Du!! Wei­ter­le­sen!

10. April 1941

Bundesarchiv Bild 183-L22515, Griechenland, Parthenon, Deutsche Soldaten
Griechenland: Deutsche Soldaten besichtigen den Parthenon, Athen, April 1941. Fotograf Dick, Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst – Zentralbild, gemeinfrei über Bundesarchiv, Bild 183-L22515 / CC-BY-SA 3.0, 04.2016.
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Donnerstag, d. 10. April 1941

Mein liebes, teures Herz! Herzallerliebste! Meine liebe [Hilde]!

Morgen ist Karfreitag. Feierabend ist, [es ist] gegen 5 Uhr am Nachmittag. Ich sitze in der Schreibstube, im geheizten Zimmer. Kalt ist es seit 2 Tagen. Es hat ein wenig geregnet, der Wind weht aus Westen. Es ist sehr frisch. Aber nun sind die Bäume grün, die Blätter können nicht mehr in ihre Hüllen zurückkriechen. Ich bin jetzt 2 Tage nicht mehr aus dem Bau gekommen. Es macht keine Freude bei diesem Wetter. Uns[e]re Lewa sind fast alle – und es ist ungewiß, ob wir davon noch einmal nachbgekommen [sic]. Weiterlesen!