07. April 1941

T&Savatarsm[410407-​2-​1]

Mon­tag, am 7. April 1941.

Mein ge­lieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebst­er [Ro­land]! Herz­al­ler­liebst­er!!

Es ist mor­gens ge­n­au 9 Uhr. Ich sit­ze jetzt in der Stu­be am Ti­sche, der Ma­ler re­giert in der Kü­che, und ich will mich warm schrei­ben, Du!! Es ist so kalt wie­der hier, seit ges­tern – Feu­er kann ich hier drin nicht auch noch an­ma­chen, da rei­chen wir nicht mit den Koh­len aus. Es ist aus­ge­schlos­sen, daß die ge­mal­ten Wän­de heu­te luft­trock­nen, drau­ßen reg­net es herz­li­ch mit Schnee ver­mischt und wir kön­nen das Feu­er nicht aus­ge­hen las­sen in der Kü­che. Bin ge­spannt, ob er heu­te fer­tig wird mit al­lem. Wei­ter­le­sen!

07. April 1941

T&Savatarsm[410407-​1-​2]

Mon­tag, den 7. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­leib, Ge­lieb­te mein!!

Nun war­te ich so wie Du auf den lie­ben Bo­ten, der mir kün­det, daß Du er­löst wur­dest von dem quä­len­den, un­ge­wis­sen War­ten. Herz­lieb! Möch­te Dich die Freu­de dar­über reich ent­schä­di­gen, daß all die lie­ben Zei­len von Dei­ner Hand mich an­tref­fen bei bes­tem Wohl­be­fin­den, daß sie mich reich be­glü­cken, daß Dei­ne lie­ben Bo­ten al­les ge­treu­li­ch be­stel­len, wie Du ih­nen den Auf­trag ga­be­st. Und nun fin­det es schon schnel­ler zu mir. Denk, drei lie­be Bo­ten er­reich­ten mich heu­te, der letz­te, in dem Du mir von Dei­nem Sonn­tag be­rich­test. Sei tau­send­mal lieb be­dankt, Du!!! 8 Tage ist also die kür­zes­te Rei­se bis­her. Wei­ter­le­sen!

07. April 1941

T&Savatarsm[410407-​1-​1]

Sonn­tag, den 7. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebste [Hil­de]!

2 lie­be Bo­ten sind wie­der zu mir ge­kom­men. Sie brach­ten mir so viel Lie­be, so viel in­ne­re Freu­de! Herz­lieb! Ich dan­ke Dir von gan­zem Her­zen. Und nun bin ich bei­na­he froh, daß all die Nach­rich­ten mich erst viel spä­ter er­rei­chen, so­daß ich nun hof­fen darf, die Zeit des bö­sen War­tens ist über­wun­den, mei­ne Bo­ten kom­men zu Dir, Und [sic] mein Herz­lieb fin­det sei­nen Schlaf wie­der und sei­ne hel­len Au­gen. Wei­ter­le­sen!