26. März 1941

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Mittwoch, am 26. März 1941.

Mein geliebtes Herz! Du mein lieber, liebster [Roland]! Herzlieb!

Du!! So lieb und so still schaust Du auf Deinem Bilde zu mir herüber. Herzlieb! So sehr lieb hab ich Dich darum, Du! Mein [Roland] bist Du! Ganz mein!!

Das Weh, das mich gestern nachmittag überkam, ist heute einer wohltuenden Ruhe gewichen. Du!! Es sind nur Stunden, da der Schmerz mich überwältigt über Dein Fernsein. Wie heute draußen der weiße Schnee alles mit einer weichen, linden Decke überzog, so ist auch in mir alles zugedeckt, was schmerzlich mich bedrängte. Weiterlesen!

26. März 1941

T&Savatar[410326-1-1]

Mittwoch, den 26. März 1941.

Mein liebes, teures Herz! Meine liebe, liebste [Hilde]!

Endlich, endlich ist heute die Post in Gang gesetzt worden! Du armes, liebes [,] hast nun so lang warten müssen. In 3 – 4 Tagen heißt es, können wir mit der ersten Post aus der Heimat rechnen. Uns[e]re Feldpost soll mit dem Flugzeug gehen. Herzlieb, Herzlieb! Wirst alle Tage meiner gedacht haben, so wie ich Deiner. Wenn wir nun gegenwärtig auch etwas eng und unschön untergebracht sind, so sind wir doch wenigstens von den Rädern herunter – vorläufig. Ein Teil uns[e]rer Leute geht [sic] in 2 Tagen schon wieder weiter. Gestern und heute war nun die erste Gelegenheit, sich mal in der Umgebung umzusehen. Nach einem Putzen und Bürsten und Umziehen von mehr als einer halben Stunde darf man sich dann um eine Urlaubskarte bewerben. Also, wenn wir beide wieder mal zum Ausgehen uns anschicken, wird Dein Hubo gewiß ein wenig mehr Geduld zeigen. Weiterlesen!