22. März 1941

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Sonn­abend, am 22. März 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Ro­land]! Du!!

Wo­chen­en­de ist, ich bin fer­tig mit mei­nen Ge­schäf­ten. Die Uhr zeigt 3 Uhr vor­bei. See­manns­sonn­tag ist heu­te! Wie und wo wird ihn mein Herz­lieb ver­le­ben?

Du!! Ich bin soo vol­ler Fra­gen!! Du wirst es ver­ste­hen. Aber ich will sie alle zu­rück­stel­len – will ge­dul­dig und brav war­ten! Wenn ich nur ei­nes wüß­te! Nur ei­nes! Ob Dir’s gut geht – ob Du wohl­auf bist! Du!! Nächs­te Wo­che wird ganz ge­wiß end­lich ein Zei­chen von Dir kom­men! Du weißt ja nicht, wie sehr ich mich dar­auf freue – wie ich es er­seh­ne! Und Dir wird es doch eben­so geh[‚]n, Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

22. März 1941

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Sonn­abend, den 22. März 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

[ [sie­he Ab­bil­dung] Der letz­te Ma­schi­nen­wech­sel und län­ge­re Auf­ent­halt vor un­se­rem ers­ten Ziel. Wir sind 150 km vor S.[sic] Ein herr­li­cher Tag ist drau­ßen heu­te, frisch aber mit Früh­lings­ah­nen geht die Luft. Wo wir eben jetzt fah­ren ist es etwa so grün wie bei Euch zu Hau­se. Freund­lich und gut be­baut das Land, gar nicht fremd an­mu­tend – vie­le Schaf­her­den mit Hun­den dar­um und ei­nem Esel meist, auf dem der Schä­fer heim­wärts rei­tet. Wei­ter­le­sen!