4. February 2016

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Diens­tag, am 4. Fe­bru­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein [Ro­land]!!! Mein lie­ber, liebs­ter [Ro­land]!! Ge­lieb­ter!! Du!!

Du!! Heu­te ka­men Dei­ne Wä­sche­päck­chen bei mir an! Und nächs­ten Diens­tag? Ob da auch ein lie­bes Packl an­kommt? Ein le­ben­di­ges? Du!! Ich bin doch sooo neu­gie­rig!! Wei­ter­le­sen!

04. Februar 1941

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Diens­tag, den 4. Fe­bru­ar 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Ge­lieb­te! Mei­ne [Hil­de]! Du!!!

Du! Du!! Die Tage ver­ge­hen schnell! Und seit ich in der Schreib­stu­be sindbin, weiß ich auch ge­nau, wie wir in der Zeit le­ben. [Ich] Reiß doch je­den Mor­gen 2 Ka­len­der ab und krie­ge das Da­tum täg­lich ein paar mal in die Fin­ger. Bald wer­den wir auch an Dei­nem Ka­len­der wie­der ein Blatt ab­rei­ßen müs­sen! Du!!! Lie­bes!!! Es welkt nun schon, das un­ge­pflück­te Rös­lein, und leis schon be­rei­tet sich das neue. Du!! Du!!! Ich freu mich auch ganz sehr auf die stil­le Zeit und die Zeit des Be­rei­tens ne­ben Dir, wo ich hilf­reich und lieb­reich um Dich sein kann!! Du lie­bes, ver­trau­tes, und doch wun­der­sa­mes We­sen, Du!!! 5 Tage ist mein Lieb dann fern, ge­horcht ei­nem frem­den Ge­setz. Und die Tage zu­vor, das sind die Tage des Ab­schied­neh­mens und die Tage nach­her, das sind die des Wie­der­se­hens, an de­nen mein Herz­lieb so voll Seh­nen und Ver­lan­gen ist. Wei­ter­le­sen!