26. Juni 1941

Heinz Rühmann, Paradies der Junggesellen, Komödie, Deutschland, 1939, inkl. das Lied „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“. Cinema.de, 01.2016

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S., Donnerstag am 26. Juni 1941.

Mein liebes, teures Herz! Du mein herzliebes Mannerli! Liebster!!

Es ist schon 8 Uhr heute, da ich erst dazu komme, Dein zu denken. Ich sitze auf dem Balkon, am kleinen Tisch, an Deinem Schreibetisch Herzlieb! Und ein großer Busch Margueriten steht in einer blauen Vase neben meinem Briefpapier. Alle Sommergäste promenieren unten vorbei nach der schattigen Allee [he]runter – der Tag war heute sonnenlos, aber sehr, sehr schwül! Es kam nicht zu einem Gewitter auch nicht zum Regnen. Weiterlesen!

26. Januar 1941

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Sonntag, am 26. Januar 1941.

Herzallerliebste!! Mein lieber, liebster [Roland]!! Geliebter Du!!

Traumlos bin ich in den Sonntag hinein geschlummert – heute morgen 8 Uhr weckte Vater mich! Aber nicht so, wie Du mich vielleicht geweckt hättest!! Herzlieb!! Seine laute Stimme erscholl unter der Tür: „[Hilde]! komm – aufstehen! Es ist 8 [Uhr] durch!“ Und er schaltete das Licht ein, damit mein verdunkeltes Kämmerlein hell würde und ich mich rascher aus den Federn fände! Weiterlesen!

26. Januar 1941

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Sonntag, den 26. Januar 1941.

Mein liebes, teures Herz! Geliebte! Meine liebe, liebste Hilde!!

Du! Dein Hubo hat sich heut abend zeitig niedergesetzt zum Schreiben. Wenn der Tommy weiß, daß es ganz klar ist heute abend, dann ist mit Alarm zu rechnen. Meine Backen glühen noch – ich bin nämlich eben heimgekommen von meinem Sonntagsausgang. In der Stube riecht es nach Käse – ein guter Weichkäse ist es, der nur eben den einen Mangel hat, daß er riecht. Soviel zur Einstimmung. Weiterlesen!