9. Januar 1941

T&Savatarsm[410109-​2-​1]

Don­ners­tag, am 9. Ja­nu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Ge­lieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Ro­land]!!

Die hal­be Nacht bin ich wach ge­we­sen, Du!! und hab an Dich ge­dacht, Herz­lieb! So sehn­süch­tig!, ach, so süß! Du!! Hast du es ge­fühlt? Oder warst Du es, der mich nicht schla­fen ließ? Oder hast Du gar wie­der Bun­ker­dienst ge­habt, war Alarm? Du Ar­mer, mußt nun so näch­te­lang rum­ho­cken. Es ist doch wie­der al­ler­hand zu Scha­den ge­kom­men, bei den Ein­flü­gen der Eng­län­der; hier war nichts los. Wei­ter­le­sen!

9. Januar 1941

T&Savatarsm[410109-​1-​1]

Don­ners­tag, den 9. Ja­nu­ar 1941.

Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de mein!!

Was Du in Dei­nem lie­ben Bo­ten von ges­tern an­ge­rührt hast, das be­schäf­tigt mich ja noch so. Ich möch­te ihm ganz un­ge­stört nach­hän­gen, weit hin­aus­lau­fen dazu – ich muß die Zeit auf für un­nüt­ze­re Din­ge ver­wen­den – um 4 Uhr war ich mun­ter heu­te mor­gen und habe ge­dacht und mich ver­senkt, Herz­lieb, nicht um Ver­gan­ge­nes auf­zu­wüh­len, son­dern nur, um zu se­hen, wo wir ste­hen – und wie wir da­hin ge­lang­ten – und letz­ten En­des, um nur noch glück­li­cher zu sein. Wei­ter­le­sen!