29. Dezember 1940

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Sonntag, am 29. Dezember 1940.

Herzallerliebster!! Mein [Roland]!! Mein lieber, lieber [Roland]!

[S]onntagabend ¾ 8 Uhr. Ich sitze unterm Lichterkranz und denke Dein. Wenn mich nicht alles täuscht, Du! Dann schreibst Du mir jetzt auch, ich spür es in meiner Linken! Du weißt ja wie das ist. Soviele Male ich [zu] Dir davon sprach hast Du mich ausgelacht, Du Böser! Und ich glaub doch daran. Weiterlesen!

29. Dezember 1940

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Sonntag, den 29. Dezember 1940

Mein liebes, teures Herz! Meine liebe, liebe [Hilde], Du!!

Ein grauer, trüber Sonntag draußen. Es regnet. Aller Schnee ist zerronnen. Was tun? Ich setze ich mich vor meinen Bogen und denke an mein Lieb, dann scheint die Sonne so hell und warm, Du, mein Glück! Vorhin kam schon ein Sonnenstrahl zu mir, Dein lieber Bote vom 2. Feiertag. Ich danke Dir für alle Liebe und Treue, die Du mir darin wie so immer erzeigst, diesmal nur wieder ein wenig [a]nders. Geliebte! Das Vertrauen zwischen uns, das restlose höchste und letzte Vertrauen, es ist das allerköstlichste, es ist sowohl die Frucht als auch die Knospe uns[e]rer großen, reinen Liebe, es ist der blaue Himmel uns[e]res Glückes. Es ist, was unseren Bund zum einzigen, einmaligen, kostbaren Besitz macht, was  ihn heraushebt über alle anderen engen Bindungen zu Freunden und Verwandten; dieses Vertrauen, das seine sichtbare Erfüllung findet in unseren glücklichsten Stunden; diese Stunden, die alle Glückseligkeit verlieren [w]ürden, wenn dieses Vertrauen nicht bestünde. Weiterlesen!