21. Dezember 1940

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Sonn­abend, am 21. De­zem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Du mein lie­ber [Ro­land]!! Mein lie­ber, lie­ber [Ro­land]!!

Sonn­abend um 1720 ist es, nach mo­der­ner Zeit! Hur­ra — wir ha­ben ge­siegt! — fer­tig mit al­ler Ar­beit, d.[as] h.[eißt] was die Scheu­erei und Put­ze­rei be­trifft! Sonst gibt[’]s ja im­mer noch ge­nug, als da ist: nach­her Ba­den, mor­gen Kopf­wa­schen al­ler weib­li­chen Per­so­nen in der Fa­mi­lie! Ad­vents­kranz fer­tig bin­den u.[nd] auf­hän­gen — mei­ne De­cke end­gül­tig zum Ge­schenk be­reit ma­chen! Du! Sie ist schön ge­wor­den, die El­tern wer­den sich si­cher ganz sehr freu­en! Na, im Mo­ment kann ich die vie­len klei­nen Din­ge gar­nicht [sic] alle über­bli­cken, um sie Dir auf­zu­zäh­len. Di­cker­le!! Du!! Heut[’] war der Weih­nachts­mann schon bei mir!! Bis­te neu­gie­rig? Wei­ter­le­sen!

21. Dezember 1940

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In vie­len Haus­hal­ten ver­brei­tet: der Volks­emp­fän­ger‘. Hier der Ve301w, Bau­jahr 1933. Foto von Hihi­man, 2004, li­zen­ziert un­ter CC BY-​SA 3.0 über Wi­ki­me­dia Com­mons, 12.2015

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Sonn­abend, den 21. De­zem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Hol­de mein!

Der Weih­nachts­bo­te soll heu­te ab­ge­hen. Die rech­te An­dacht ist nicht dazu. Es gab heu­te viel Ar­beit, und in der Stu­be ist es un­ru­hig. Ach Ge­lieb­te, im­mer in der Ge­sell­schaft von 10 und 20 Men­schen, das wäre see­lisch mein Tod. Wei­ter­le­sen!