20. Dezember 1940

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Frei­tag, am 20. De­zem­ber 1940.

Ge­lieb­ter!! Herz­al­ler­liebst­er!! Du!! Mein [Ro­land], mein [Ro­land]!!

Du!! Dein Bote ist bei mir! Ges­tern nach­mit­tag kam er noch, als ich schon gar­nicht [sic] mehr auf ihn hoff­te — so spät. Mein [Ro­land]! Du!! Du!!! Ant­wor­test mir nun end­li­ch! Ich habe sie ja so sehn­süch­tig er­war­tet, Dei­ne Ant­wort, Du! Herz­lieb! Mein [Ro­land]! Du freust Dich!! Du freust Dich mit mir!! Du!! Ach Du!! Wie glück­li­ch hast Du mich ge­macht! So froh, so von Her­zen froh ging ich ges­tern abend zum Sin­gen! Du hast mei­ner ge­dacht — Du! Ich habe es ge­fühlt, Du! Und ge­n­au um 8 an uns[e]rer Uhr war es, als ich den Schlu­cken ganz sehr hat­te. Wei­ter­le­sen!

20. Dezember 1940

T&Savatar[401220-​1-​1]

Frei­tag, den 20. De­zem­ber 1940.

Ge­lieb­te! Herz­al­ler­liebste! Mei­ne lie­be, lie­be, [Hil­de] Du!

Jetzt sind wir uns wie­der mal ganz nahe mit un­se­ren Bo­ten. Zwei ka­men heu­te von Dir, und ei­ner da­von, den Du ges­tern noch in Dei­nen lie­ben Hän­den hiel­test, den Du erst ges­tern mit vie­len [^]lie­ben Zei­chen und Ge­dan­ken und an­de­rem mehr auf den Weg schick­test zu mir. Zu mir, Du!! Du, Ge­lieb­te!! Daß Du mei­ner so lieb und treu denk­st! Daß ich Dich in der Hei­mat weiß! Ein si­che­rer Kompaß bist Du mir; mein lie­ber, schö­ner Stern, der mich bannt mit sei­nem Strahl, daß ich nur zu ihm im­mer auf­schau­en muß, daß ich ihm fol­gen muß, daß ich nie mich ver­lie­ren kann. Herz­lie­bes! Daß ich Dich als mei­nen bes­ten Ka­me­ra­den ge­wann, als Weg­ge­fähr­ten durch die­se schwe­re Zeit, es ist eine Gna­de, ein Ge­schenk Got­tes! Wei­ter­le­sen!