02. Dezember 1940

[401202-​1-​1]

Mon­tag, am 2. De­zem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebst­er! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Roland posierend, während Hildes Besuch, Ende November 1940, Eckernförde.
Ro­land po­sie­rend, wäh­rend Hil­des Be­su­ch, Ende No­vem­ber 1940, Eckern­för­de.

Nun, muß ich wie­der zur Fe­der grei­fen. Der Him­mel trau­ert heut[‘] mit mir: Rauh und grau ist es. Und ich darf gar nicht dran den­ken, Du!, [sic] daß du mir wie­der ent­eil­st. Hin­ter den dür­ren, to­ten Zah­len und Zei­chen sit­ze ich wie­der. Abend ist dar­über ge­wor­den. Daß du bei mir warst: wie ein Spuk, ein sü­ßer Traum möch­te es mir nun er­schei­nen. Ich war­te, Liebste, auf dein Te­le­gramm, auf dei­nen ers­ten Bo­ten. Wie ich war­te, Du! Du wirst gleich nach ihm ge­gan­gen sein, als Du an­kamst. Bis 9 Uhr will ich ge­dul­dig war­ten. Bis in un­se­re Ab­ge­le­gen­heit kann es lan­ge ge­hen. Wei­ter­le­sen!