24. Oktober 1940

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Don­ners­tag, am 24. Ok­to­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Ro­land]! Ge­lieb­ter Du!

Hilf­los wie ein klei­nes Schul­mä­del sit­ze ich vor mei­nem Bo­gen Pa­pier. Aber nicht so, daß ich kei­nen Ge­dan­ken fas­sen könn­te, Du! Ach Ge­lieb­ter! Mein [Ro­land]!! Wie nur, wie sage ich Dir’s, wie so glück­lich Du mich ge­macht hast!? Du! Ich bin ganz durch­ein­an­der vor Freu­de, vor Ju­bel!! [Ro­land], lie­ber [Ro­land]! Weißt Du, daß Du mei­nen Her­zens­wunsch er­füllt hast? Wei­ter­le­sen!

24. Oktober 1940

Rolands Vereidung, 03.09.1940
Ro­lands Ver­ei­dung, Kiel, 03.09.1940

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Don­ners­tag den 24. Ok­to­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein!

Komm, rück mal erst ganz nah her­an: muß Dir erst et­was im Ver­trau­en sa­gen: Schlecht ge­schos­sen habe ich heu­te. Es war die schwie­rigs­te Übung: ste­hend frei­hän­dig. Ich kann die schwe­re Knar­re nicht ru­hig hal­ten. Da hab[‚] ich bloß bis in Dein Her­zel ge­trof­fen: kannst es Dir den­ken? Eine 13! Ich be­kam ei­nen Schuß zu — eine Fahr­kar­te, Du! Es blieb bei der 13. Ist das nicht in Ord­nung? Ei­nen Schuß in Dein liebs [sic] Her­zel und eine Fahr­kar­te dazu — zu Dir, Lieb, ohne Rück­fahrt? So, nun noch ein lan­ges, tie­fes Küs­sel, und nun hörst mir wei­ter brav zu. Wei­ter­le­sen!