11. November 1940

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Mon­tag, den 11. No­vem­ber 1940.

Ge­lieb­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de mein! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Dei­ne lie­ben Bo­ten von Sonn­abend und Sonn­tag ste­hen noch aus. Sonn­tags fal­len viel Post­wa­gen aus, und des­halb gibt es oft eine Ver­zö­ge­rung. Was soll ich nun heu­te schrei­ben? Du! Jetzt, da ich den lee­ren Bo­gen vor mir habe, weiß ich noch nicht, wie ich ihn fül­len wer­de. Die ver­gan­ge­ne Nacht war sehr un­ru­hig. 3 Mal weur­den wir her­aus­ge­holt. Ein ein­zi­ger Flie­ger ge­gen Abend war zu se­hen. Die an­de­ren Male la­gen wir in Be­reit­schaft. Nun bin ich heu­te Abend ein we­nig müde. Die kom­men­de Nacht wird wahr­schein­lich ru­hig an­lau­fen, es ist stür­misch und reg­ne­risch. Wei­ter­le­sen!