10. November 1940

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Sonn­tag, am 10. No­vem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Ro­land]!! Ge­lieb­ter!!

Nun geht der Sonn­tag bald zur Nei­ge. Ich hat­te mich so ge­freut auf ihn, hat­te mir so­viel vor­ge­nom­men, woll­te vor­ar­bei­ten für die Zeit mei­ner Ab­we­sen­heit! Habe ja noch so eine Men­ge zu tun an mei­ner Weih­nachts­hand­ar­beit für mei­ne El­tern. 3 Strei­fen ge­hö­ren zur Schlaf­de­cke, ei­ner ist fer­tig, ei­ner halb und den drit­ten will ich an­fan­gen und bei Dir fer­tig hä­keln!! Wei­ter­le­sen!

10. November 1940

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Sonn­tag, den 10. No­vem­ber 1940

Mein lie­bes teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Du! Hol­de mein!

Fast ganz al­lein sit­ze ich in uns[e]rer war­men Stu­be. Es ist Sonn­tag­abend. Uns[e]re Bat­te­rie ist heu­te Wach­bat­te­rie. Dann be­fin­den sich fast alle Mann oben in den Bun­kern ne­ben den Ge­schüt­zen, und die Stu­be ist leer. Wie­der ist ein Sonn­tag her­um­ge­gan­gen, ein Sonn­tag ohne Kirch­gang — und ein Sonn­tag ohne Dich! Du, Herz­lie­bes! Ei­nen Kirch­gang neh­men wir uns vor, wenn Du hier bist! Wei­ter­le­sen!