09. November 1940

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Sonn­abend am 9. No­vem­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Ge­lieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Hol­de!

Es gibt nur we­ni­ge Din­ge in die­ser Welt, die wich­tig und ent­schei­dend sind, um die sich lohnt die Hän­de zu rüh­ren, um die essich lohnt [^]sich zu er­ei­fern und zu re­den, nur we­ni­ge. Nur we­ni­gen Men­schen ist es ver­gönnt, die­se ent­schei­den­den Din­ge zu trei­ben und zu meis­tern, meist sind es äu­ßer­lich be­schei­de­ne, wort­kar­ge Men­schen. Die meis­ten aber sind ver­ur­teilt, Kärr­ner zu sein am Bau, Hand­lan­ger, Num­mern. Und oft, je klei­ner die Num­mer, des­to mehr bläht sich der Mann und bläht sich auf zu Wich­tig­keit, Be­deu­tung,.

Wei­ter­le­sen!

09. November 1940

T&Savatarsm[401109-​2-​1]

Sonn­abend am 9. No­vem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Ro­land]! Ge­lieb­ter mein!

Fei­er­abend ist nun für mich. Es geht auf 6 Uhr. Ein ar­beits­rei­cher Tag war es wie­der, und ich bin nun recht froh, daß ich mal sit­zen und aus­ru­hen kann. Aber die Hän­de und die Ge­dan­ken, die kön­nen nicht Ruhe ge­ben. Mein [Ro­land], Du! Sie wol­len im­mer nur zu Dir, die Ge­dan­ken. Und die Hän­de wol­len sich im­mer nur re­gen für Dich! Für un­ser Wie­der­se­hen rüs­ten sie je­den Tag jetzt, Du!! Ach, so vie­ler­lei habe ich doch wie­der vor­zu­be­rei­ten. Es ist ge­ra­de wie­der wie einst, als ich Dich in L. be­su­chen kam, Du!! Wei­ter­le­sen!