06. November 1940

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Mitt­wo­ch, am 6. No­vem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebst­er! Mein lie­ber, ge­lieb­ter [Ro­land]! Du!

Es ist mir gar­nicht [sic] so leicht, jetzt am Fa­den wei­ter­zu­spin­nen, den ich ges­tern fal­len ließ. Du!

Daß Du eine ganz, ganz gro­ße, heim­li­che Freu­de in mir an­ge­zün­det hast, Du!! Das weißt Du, Liebst­er! Und sie er­füllt mich so sehr, be­glückt mich so sehr. Die Worte, die ich nun dar­über schrei­ben woll­te, sie dün­ken mich so schwach, sie kön­nen doch gar­nicht [sic] das Dir sa­gen, was mein In­ne­res be­wegt, Herz­al­ler­liebst­er! Wei­ter­le­sen!

06. November 1940

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Mitt­wo­ch den 6. No­vem­ber 1940

Herz­al­ler­liebste, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein!

Du! Dein Schrei­ber­hu­bo liegt aus­ge­streckt auf sei­nem La­ger. Al­les muß drau­ßen an­tre­ten zum Dienst um 2 Uhr — er hat Mit­tag bis um 3 Uhr. Ist doch fein, nicht? Er ist aber auch noch müde heu­te. Eine ge­stör­te Nacht liegt hin­ter uns. Bis um 3 Uhr ging al­les glatt, aber dann wur­de es un­ru­hig. Ich hat­te Alarm­wa­che. Das ist so: Bei Alarm muß der La­ger­pos­ten mit zum Ge­schütz — des­halb ab­ge­löst wer­den. Wei­ter­le­sen!