22. Oktober 1940

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Diens­tag, am 22. Ok­to­ber 1940 in K..

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, gu­ter [Ro­land]! Ge­lieb­ter mein!

End­lich ist er da Dein lie­ber Bote vom Frei­tag.

Hab Dank da­für! Du mein [Ro­land]. Es hat mir so wohl ge­tan, Du! Al­les, was Du mir schreibst. Liebs­ter, nun ist es als wärst bei mir ge­we­sen, Du! Wei­ter­le­sen!

22. Oktober 1940

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Diens­tag, den 22. Ok­to­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mei­ne lie­be, lie­be Hil­de! Hol­de mei­ne! Ganz schnell habe ich ge­macht — Ge­wehr­rei­ni­gen, Stie­fel­put­zen, Ra­sie­ren, Kar­tof­fel­schä­len, Abend­brot — da­mit ich noch ein Stünd­chen ge­win­ne, den Bo­ten auf den Weg zu schi­cken. Bis zur Be­sich­ti­gung müs­sen wir na­tur­ge­mäß noch et­was dran [sic]; aber es ging bis jetzt al­les in Gute. In uns[e]rer Frei­zeit sol­len wir auch noch Grif­fe klop­pen, weißt Ge­wehr über!“, Ge­wehr ab!“, aber das al­les darf nicht von Dei­ner, von uns[e]rer Zeit ab­ge­hen. Ich habe heu­te gut durch­ge­hal­ten, ob­wohl ich letz­te Nacht we­nig schlief. Ein paar be­zech­te Ka­me­ra­den ha­ben uns alle bis über 12 Uhr zur all­ge­mei­nen Em­pö­rung nicht schla­fen las­sen, und das nicht zum ers­ten Male. Wei­ter­le­sen!