15. September 1940

Auszug aus dem Brief
Auszug aus dem Brief

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1. [siehe Bild]

Sonntag, am 15. September 1940.

Herzallerliebster! Du mein lieber, lieber [Roland]!

Heute, an diesem traurigen Regensonntag kam Dein lieber Brief recht wie ein Sonnenstrahl zu mir, Liebster! Sei recht sehr bedankt dafür. Sag, — das liegt mir eben ganz obenauf — habe ich denn mit gar keinem Wort erwähnt, daß ich Deinen lieben Dankbrief für das Päckchen erhalten habe? Das will mir doch gar nicht in demn Sinn, wo ich mich gerade über diesen Brief so sehr gefreut habe, weil Du so voll Dank warst über die Kleinigkeiten, die ich Dir schickte. Und ich fand auch noch die kleine [Ges]chichte so köstlich, die im besagten Briefe stand, vom Kameraden, der Dich so foppt über die dünnen Briefe, die zuerst ankamen, statt der erwartete ‚Dicke‘ [sic]! Weiterlesen!

15. September 1940

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Auszug aus dem Brief

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3 [siehe Bild]

Sonntag, den 15. September 1940

Herzallerliebste, meine liebe, liebe [Hilde], Du!

Sonntagvormittag ist. Ich sitze draußen in der Sonne. Die Kameraden hocken in der Stube, qualmen und skaten. Sie ‚genießen‘ — oder sie fröhnen einer kindisch anmutenden Gewohnheit. Ich gönne sie ihnen mitsamt der verbrauchten Zimmerluft von Herzen. Weiterlesen!