01. September 1940

Hilde, Polterabend, 07.1940
Hil­de, Pol­ter­abend, 07.1940

[400901-​1-​1]

Sonn­abend am 30. Au­gust [sic: wohl Sonn­abend 31. Au­gust]

Herz­al­ler­liebste, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Weißt [Du], die­se ver­lieb­te An­re­de kann ich nicht im­mer schrei­ben, wenn die ander[e]n rings­her­um ste­hen. Aber jetzt sit­ze ich am Tisch ganz al­lein und da darf ich sa­gen, wie mir um[‘]s Herz ist. Sonn­abend ist See­manns­sonn­tag. Es­sens­zeit ist vor­bei. Sonn­abend ist nur Rei­ne­ma­chen, kein Dienst. Dienst hat­ten wir ja bis­lang noch gar nicht. Heu­te vor­mit­tag ha­ben wir nur eben uns[e]re Stu­be sau­ber ge­macht, [“]klar Schiff ge­macht“, wie wir Ma­tro­sen’ sa­gen. Der Dienst soll am Mon­tag be­gin­nen. Wei­ter­le­sen!