20. März 1940

[400320-1-1]

S. am 20. März 1940

Herzallerliebste, meine liebe, liebe [Hilde]!

Bist doch wieder ein Schäfel, wie kannst Du Dich so ängsten [sic]! Als ich Dir schrieb, war doch schon wieder alles vorbei, fuhr doch der Fährdampfer schon wieder, ich habe doch meinen Brief schnell dahin gebracht. Schnell wie es kam, ist das Wasser gefallen. Großen Schaden hat es angerichtet in S., in W.. Ersaufen? Ersaufen konnte man im eigenen Keller. Aber sonst war von Lebensgefahr keine Rede. Weiterlesen!

20. März 1940

[400320-2-1]

Tetschen an der Elbe um 1900O., am 18. März, 1940.

Herzallerliebster, mein lieber, lieber [Roland]!

Beim Abschied machtest Du mich darauf aufmerksam, daß Du mir vielleicht in der kommenden Woche würdest nicht schreiben können. Ich war es ja auch zufrieden, ich kann auch verstehen, wie Du jetzt in dieser Zeit vor Ostern angehängt bist.

Und trotzdem habe ich nun schon dreimal ein Zeichen von Dir in Händen. Ich hab mich ja so sehr gefreut und ich danke Dir recht sehr dafür, Du! Enstaunt war ich, daß Ihr so einen seltenen Tag wähltet für den Ausgang nach Tetschen. Wir wählten früher nie den Freitag bei Ausfahrten. Weiterlesen!