22. Februar 1940

[400222-​1-​1]

S. am 21. Fe­bru­ar 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Viel­leicht habe ich Dich in Ver­le­gen­heit ge­bracht vor dei­nen El­tern, ich woll­te doch nicht schrei­ben. Aber ich muß­te mein Herz er­leich­tern, und nun ich die Zei­len in dei­nen Hän­den weiß, ist mir auch wirk­lich leich­ter. Man soll kein ängst­li­cher Rech­ner und Geiz­hals sein im Le­ben. Doch ohne Re­chen­schaft geht es auch nicht, und um den rich­ti­gen Kurs zu hal­ten, muß man auch Rück­wärts bli­cken. Wir fra­gen auch sonst al­lent­hal­ben, ob es sich ge­lohnt hat. Wei­ter­le­sen!