07. Februar 1940

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S. am 5. Fe­bru­ar 1940.

Herz­al­ler­liebste, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Vor mir lie­gen 2 Stö­ße Hef­te, dazu noch et­li­che an­de­re Ar­beit. Aber ich mag sie noch nicht an­fas­sen. Mei­ne Ge­dan­ken sind noch um Dich. Ich mag sie nicht stö­ren. So kurz uns[e]re Be­geg­nun­gen jetzt sein müs­sen, möch­te man sich sa­gen, es ist scha­de um die Mühe, um das Geld. Aber dem ist nicht so. Jede uns[e]rer Be­geg­nun­gen ist eine not­wen­di­ge Sta­ti­on auf un­se­rem ge­mein­sa­men Weg. Das wird ganz deut­li­ch, wenn ich an die gest­ri­ge den­ke. Herz­lie­bes, ich bin so froh, daß ich bei Dir war, Du! So deut­li­ch wie noch nie reg­te sich ges­tern beim Ab­schied der Wunsch, mit Dir nicht nur zu fei­ern und zu ge­nie­ßen, son­dern auch zu bau­en und zu stre­ben. Wei­ter­le­sen!