16. Januar 1940

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S. am 16. Ja­nu­ar 1940.

Herz­al­ler­liebste, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Mein Brief er­reicht Dich mit ein­tä­gi­ger Ver­spä­tung. Den Mitt­woch­nach­mit­tag muß­te ich zu ei­nem ge­schäf­te­rei­chen Gang nach B. be­nut­zen. Viel will ich auch nicht schrei­ben heu­te. Das Ge­schäft­li­che mag zu­er­st ste­hen. Beim T.-Buchhändler in L. habe ich wäh­rend der Fe­ri­en ein Bü­chel be­stellt, Wil­helm Sta­pel: Das Ge­setz des Le­bens” [sic], kos­tet 1 Mark. Ich hät­te es gern ge­habt und bit­te Dich des­halb, es am Frei­tag mit ab­zu­ho­len, wenn Du Zeit hast. Wenn er fragt nach mir, er­klä­re ihm nur, daß ich un­vor­her­ge­se­hen eher ab­rei­sen muß­te. Wei­ter­le­sen!