12. September 1939

Auszug aus dem Brief
Aus­zug aus dem Brief

390912-​1-​1

S. am 12. Sept. 1939.

Wie ei­ner sei­ne Mut­ter trös­tet Jes. 66:13

Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Nun habe ich Dich doch so bit­ter ent­täuscht, ich sehe und lese es aus Dei­nem Brie­fe und kann es Dir nun erst recht nach­füh­len, und bin selbst är­ger­lich, zu­mal Du den gan­zen Sonn­abend frei hat­test. Ach Liebs­te! Zum ei­nen war es wirk­lich gut ge­meint, wenn ich dach­te, Du sollst in die­ser un­si­che­ren Zeit nicht auf der Bahn sein. Zum ander[e]n war ich am Sonn­abend so schwan­kend und un­ent­schlos­sen. Ach, lie­be [Hil­de], ich fuhr ja so schwer­mü­tig und kopf­hän­ge­risch nach Hau­se. War­um? Wei­ter­le­sen!