18. Juni 1939

[390618-​1-​1]

L. am 16. Juni 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Son­ne des Glücks leuch­te­te mir aus Dei­nen lie­ben Zei­len ent­ge­gen und ver­scheuch­te die letz­te Amts­mie­ne und den Groll und Klein­kram des All­tags. Das habe ich erst mit Dir ge­lernt, Liebs­te: glück­lich sein, in­dem man an­de­re be­glückt. Ein and[e]rer Mensch bin ich in­ner­lich wohl nicht ge­wor­den, lie­be [Hil­de]. Oder doch? Wei­ter­le­sen!

18. Juni 1939

[390618-​2-​1]

O., am 18. Juni 1939.

Mein lie­ber [Ro­land]!

Heu­te ist es so trü­be und grau drau­ßen — ich bin so trau­rig. Mir ist, als müß­te ich mich auf et­was Schwe­res, Erns­tes vor­be­rei­ten. Du! Liebs­ter! Wo bist Du? Was ist Dir? Ich habe so gro­ße Angst um Dich. Wei­ter­le­sen!