04. Januar 1939

Neujahrsfest, Bleigießen, Hans-Günter Quaschinsky, Sylvester bei Werner Lierck. In der Küche! 18 December 1957. Bundesarchiv Deutschland Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst, Bild 183-51875-0001. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_183-51875-0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, herunterladen Dezember 2013.
Neu­jahrs­fest, Blei­gie­ßen, Hans-​Günter Qua­schin­sky, Syl­ves­ter bei Wer­ner Lierck. In der Kü­che! 18 De­cem­ber 1957. Bun­des­ar­chiv Deutsch­land All­ge­mei­ner Deut­scher Nach­rich­ten­dienst, Bild 183-​51875-​0001. http://​com​mons​.wi​ki​me​dia​.org/​w​i​k​i​/​F​ile: Bundesarchiv_Bild_183-51875-0001,_Neujahrsfest,_Bleigie%C3%9Fen.jpg, her­un­ter­la­den De­zem­ber 2013.

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B. am 4. Jan. 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Herz­li­chen Dank für Ihre gu­ten Wün­sche zum neu­en Jahr. Kam mein Neu­jahrs­brief recht­zei­tig an? Heu­te ist Mitt­woch. Ich war­te un­ge­dul­dig auf ein Zei­chen von Ih­nen. Und ich weiß doch, daß Ih­nen we­nig Zeit bleibt zum Schrei­ben. Sind Sie wie­der ge­sund? Ich habe jetzt so­viel Zeit zum War­ten. Ihre Bil­der, die ich sonst auch am Sonn­tag über mit mir neh­me, habe ich am 2. Fei­er­tag in L. lie­gen las­sen. Nun muß ich mich an die bei­den Brie­fe hal­ten, den Ge­burts­tags­brief und den Weih­nachts­brief. Sie lie­gen im Käst­chen ver­wahrt, je­den Tag lese ich ei­nen von bei­den. Sie ha­ben mir viel Freu­de da­mit be­rei­tet. Vie­len Dank da­für, mei­ne lie­be [Hil­de]. Wei­ter­le­sen!

04. Januar 1939

Grußkarte zum Neujahr 1938
Gruß­kar­te zum Neu­jahr 1938

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O., am 4. Ja­nu­ar 1939.

Dies­mal muß ich mit ei­ner Er­klä­rung be­gin­nen. Sie dür­fen nicht den­ken, daß ich in der ver­gan­ge­nen Zeit Sie ver­ges­sen habe! [sic] Heu­te füh­le ich mich wie­der wohl und ich will Ih­nen al­les schrei­ben, was ich auf­zeich­ne­te.

 

Am 29. De­zem­ber 1938.

Mein lie­ber [Ro­land]!

Eine un­er­war­te­te Freu­de be­rei­te­te mir heu­te Ihr lie­ber Brief. Aber sie wur­de doch ein we­nig ge­trübt durch die trau­ri­gen Tat­sa­chen, die Sie mir dar­in mit­teil­ten. Das muß ich sa­gen, ich habe eine mäch­ti­ge Wut über die Lum­pe­rei, (ent­schul­di­gen Sie!) die auf der Post herrscht. Da habe ich nun beim Ver­schi­cken der Blu­men schon ei­nen Tag dazu ge­rech­net. Den­ken Sie, am Mon­tag vor Ih­rem Ge­burts­ta­ge, also am 19. gab ich dem Gärt­ner den Auf­trag und ich war da­bei, als er die Nel­ken ein­pack­te, sie sind pünkt­lich ab­ge­gan­gen. Ich hat­te mir das so schön als eine Über­ra­schung für Sie aus­ge­dacht, und Sie soll­ten nicht am Ab­sen­der er­ken­nen, wer Ih­nen das schickt. Wei­ter­le­sen!