15. Oktober 1938

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13.10.38

L. am 15. Ok­to­ber 1938.

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Drei­und­zwan­zig Bil­der be­sit­ze ich jetzt von Ih­nen und drei­und­zwan­zig Brie­fe. Das mag für mich der An­laß sein, mich Ih­rem Brief­ge­den­ken an­zu­schlie­ßen.

Dies­mal habe ich be­son­ders un­ge­dul­dig auf Ih­ren Brief ge­war­tet, ohne daß ich ei­nen rech­ten Grund da­für an­füh­ren könn­te. Ganz ge­gen die Ab­ma­chun­gen be­gann die Schu­le erst am Diens­tag, der Schul­lei­ter teil­te mir das am Sonn­abend mit, ich reis­te also Mon­tag. So froh und leicht wie am Mon­tag­mor­gen ist mir lan­ge nicht ge­we­sen, und da­bei war doch Ab­schieds­tag. Ich er­wäh­ne das nur, weil Sie schrei­ben, daß Sie am Mon­tag mei­ner be­son­ders ge­dacht ha­ben. Wei­ter­ele­sen!