31. August 1938

[380831-​2-​1]

O., am 31. Au­gust 38.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

[I]ch bin am Sonn­tag wie­der gut zu Hau­se an­ge­langt. Doch nicht so froh und un­be­schwert als an­der­mal. Sie muß­ten es ganz ge­wiß auch spü­ren; es ist seit dem Ab­schied et­was zwi­schen uns ge­tre­ten, et­was Dunk­les, Frem­des. Ich quä­le mich die gan­ze Zeit mit dem Ge­dan­ken, daß ich es war, die den Miß­klang hin­ein­brach­te in unser[e]n Ab­schied, durch mein vor­ei­li­ges Han­deln auf dem Bahn­hof. Und ich weiß, daß ich Sie be­trüb­te; denn Ihre Au­gen lü­gen nicht. Bit­te, ver­zei­hen Sie mir das, es war be­stimmt nicht bös[‘] ge­meint. Es fällt mir so schwer, in al­lem Ihr Gast zu sein. Wei­ter­le­sen!