6. Juli 1938

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L. am 6. Juli 1938. 

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

End­li­ch bin ich frei vom Dienst. So un­gern habe ich kaum noch Schu­le ge­hal­ten als in der Zeit von Os­tern her. Ich bin froh, wenn ich für mich sein kann. Ich schel­te mich nicht dar­um und den­ke, das wird schon wie­der bes­ser und es ist recht und gut, wenn mich eine so wich­ti­ge An­ge­le­gen­heit stark be­schäf­tigt. Heu­te Diens­tag bin ich sehr müde. Ich habe we­nig ge­schla­fen und ein we­nig liegt mir der Sonn­tag in den Glie­dern. Aber an ihn zu­rück­zu­den­ken bin ich nicht müde. Wei­ter­le­sen!