08. Februar 1941

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Sonnabend, den 8. Februar 1941.

Meine liebe, liebste [Hilde]! Mein liebes, teures Herz! Geliebte mein!

Herzlieb! Herzlieb! Ganz leise heute Du!! Du!!! Ganz leise!! Geliebte! Sonst muß ich träumen – süß – und das will ich nicht – ich will nicht träumen – ich will bei Dir sein! Herzlieb, Deine überströmende Freude, sie will mich verschlingen, Du!! Du!!! Fein still!!! Ich danke Dir für Deine lieben Boten – zwei kamen heute. Herzlieb! Ich darf sie gar nimmer lesen, sonst ist es um mich geschehen. Ich bin heute gleich mal nach Eckernförde gegangen um 5 Uhr – ich mußte meine Freude auslaufen, mußte mich müde laufen – ach Du!! ein paar mal mußte ich einhalten und stehenbleiben – es schmerzte zu sehr – Du!!! Du!!!!! – Beim Verschönerungsrat bin ich eingekehrt und ein paar Überraschungen für uns beide habe ich besorgt – Du – ich mußte heute meiner Freude einen Lauf lassen, sonst war sie zu groß!!! Weiterlesen!

05. Februar 1941

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Mittwoch, am 5. Februar 1941.

Herzallerliebster!! Geliebter!! Mein lieber, liebster [Roland]!!!

Nun bin ich endlich wieder daheim. Müde, hungrig, erfroren. Ach – es war richtig ein verlorener Tag heute, bis auf die Freude, die wir Tante M. machen konnten mit unserem Besuch. Weiterlesen!

04. Februar 1941

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Dienstag, den 4. Februar 1941.

Mein liebes, teures Herz! Geliebte! Meine [Hilde]! Du!!!

Du! Du!! Die Tage vergehen schnell! Und seit ich in der Schreibstube sindbin, weiß ich auch genau, wie wir in der Zeit leben. [Ich] Reiß doch jeden Morgen 2 Kalender ab und kriege das Datum täglich ein paar mal in die Finger. Bald werden wir auch an Deinem Kalender wieder ein Blatt abreißen müssen! Du!!! Liebes!!! Es welkt nun schon, das ungepflückte Röslein, und leis schon bereitet sich das neue. Du!! Du!!! Ich freu mich auch ganz sehr auf die stille Zeit und die Zeit des Bereitens neben Dir, wo ich hilfreich und liebreich um Dich sein kann!! Du liebes, vertrautes, und doch wundersames Wesen, Du!!! 5 Tage ist mein Lieb dann fern, gehorcht einem fremden Gesetz. Und die Tage zuvor, das sind die Tage des Abschiednehmens und die Tage nachher, das sind die des Wiedersehens, an denen mein Herzlieb so voll Sehnen und Verlangen ist. Weiterlesen!

03. Februar 1941

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Montag, am 3. Februar 1941.

Herzallerliebster!! Du!! Mein lieber, liebster [Roland]!! Geliebter [!] Den dritten schreiben wir heute – wenn nur erst die 1 davorstünde!! 13.!! Ich denke so fest, daß Du am 13. bei mir bist! [Ich] Weiß garnicht [sic], woher mir die Gewißheit dazu kommt. Eben, weil mein Hubo und die 13 zusammen gehen. Du!! Weiterlesen!

31. Januar 1941

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Freitag, den 31 Januar 1941.

Mein liebes, teures Herz! Meine liebe, liebste [Hilde] Du!!!

31 zählen wir heute! 31 lange Tage, 31 lange Briefe – rums – zu die Tür – der Februar beginnt, der kurze, 28 Tage – und nicht 28 Briefe – nein, nein! Du!!! Weniger Briefe und weniger Grüße und weniger Küsse – auf dem Papier! Aber dafür – Du! Du!! Herzlieb! Nun zählt der Kalender für uns! Endlich! Endlich Du!! Heute kommen Deine Boten – nun gleich zwei auf einmal! [S]o gierig ist der Hubo garnicht [sic]. Aber meinem [Hilde]lieb war das noch nicht genug, es bombardiert mich mit – diesmal mit Apfelsinen. Herzlieb! Es ist schon da, Dein Liebespaket! Weiterlesen!