22. Juli 1941

T&SavatarDienstag, den 22. Juli 1941

Mein Herzelein! Mein liebes, teures Weib! Geliebte!

Mittagsstunde ist [es]. Bis um 3 Uhr. Schöne Zeit zu einem kleinen Schläfchen. Aber ich kann nicht. Zu Mittag kommt doch immer mein Herzlieb zu mir in seinem lieben Boten – und dann bin ich doch immer so munter – ach Herzlieb! So munter – und dann ist ein Strahlen in mir – ein Strahlen – zu Dir! zu [sic] Dir! Und als müßten mir die Augen übergehen – und das Mündel [sic] und das ganze Gesichtel wollen sich verziehen – Strahlen, Geliebte! wollen Dich anstrahlen und strahlen machen – wollen Dich treffen – wollen in Dich dringen – Du!!! Du!!!!! Auch der Sonnenstrahl! Weiterlesen

21. Juli 1941

T&SavatarMontag, am 21. Juli 1941.

Geliebtes Herz! Du mein herzlieber, liebster [Roland] mein!!

In einem Deiner letzten lieben Boten schreibst Du mir auch davon: „alle Sinne müssen geübt werden von Jugend an, wenn sie wach und rege und hell sein sollen im Alter.” Das Beten, das Aufgeschlossensein füreinander, das Liebhaben, auch das Zärtlichsein! Du!! Es will alles geübt sein!!! Du!! Waren wir nicht schon fleißig in den letzten Jahren miteinander? Und – Geliebter!!! „[W]illst Du mit mir fleißig lernen, wenn wir wieder beisammen sind”? So fragst Du mich – Geliebter!!! Ob ich will? Ja, ja, ja!!! Herzallerliebster!!! Auch das Liebhaben und Zärtlichsein? O ja – auch!! Du!! Du!! Ich kann mir ja eine Gemeinschaft mir Dir ohne jedes Zärtlichsein und Liebhaben überhaupt nicht mehr denken – Geliebter! Alles ist eins – glückhaftes Einssein in allen Dingen! O Geliebter!! Wir wollen dieses unermeßliche Glück hüten wie unser Leben! Weiterlesen!

21. Juli 1941

T&SavatarMontag, den 21. Juli 1941

Mein liebes, teures Herz! Herzblatt, Herzlieb mein!

Ich muß doch gleich mal zum lieben Montagmorgen nach Dir ausschauen. Ach, [Du] schläfst wohl jetzt nicht mehr – aber [Du] träumst vielleicht noch ein bissel – vom Urlaub?! vom Wiedersehen [sic]?! – und ich werd[‘] in Deinem Traum sein?! Oh Geliebte!!!!! Wie selig – froh und glücklich bin ich, daß ich in Deinen Träumen [s]ein kann, den zarten, feinen Glückträumen eines lieben Weibes! Oh, wie himmlisch, mich gewiegt wissen von Deinen liebsten, heimlichsten Gedanken. Daß ich in Deinem Herzen wohnen darf!!! Ganz lieb und leis und zart nur darf ich Dich heute umfangen und küssen – Du!!! Du!!!!! Alle Zärtlichkeit aber wacht doppelt auf und die Köstlichkeit Deines Besitzes wird doppelt deutlich in den Tagen Deines ,Fernseins’. Herzlieb! Geliebte!! Meine [Hilde]!!! Liebes, süßes Weib!!!!! Du!!!!! !!!!! !!! Weiterlesen!

20. Juli 1941

T&SavatarSonnabend, am 19. Juli 1941.

Mein Herzensschatz! Du mein geliebter, lieber [Roland]!

Herzlieb Du!!! Gleich zuerst mal das Geschäftliche. Es kam heute ein Schreiben an von der Schulleitung Sch., Kreis Pirna. Worin man mich bat um Auskunft: Geburtsdatum, Glaubensbekenntnis, früherer Beruf. Weiterlesen!

14. Juli 1941

T&Savatar[410714-1-1]

Montag, den 14. Juli 1941

Herzallerliebste! Mein liebes, teures Weib! Du!!!

Hab[‘] ich Dich so überglücklich gemacht – und [ich] weiß doch gar nimmer womit und ob mit etwas besonderem. Und nun strahlt es mir zurück, oh Herzlieb!, so beglückend, so beseligend! All[‘] mein Glück ist doch in diesem Strahlen. Und jetzt möchte[‘] ich doch am liebsten ganz allein sein, daß ich es widerstrahlen könnte. Du, jetzt bin ich auch allein. Ich habe mich herübergeflüchtet in die Schreibstube. Selbst die Kameraden sind mir heute zu viel, sie nehmen es nicht übel. Weiterlesen!